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Januar weltweit deutlich wärmer

[06.03.2022]

Der Januar war in diesem Jahr welt­weit deut­lich wärmer aus­ge­fallen als noch im Jahr zuvor. Dennoch bleibt es weiter­hin eher kühler.


Der Januar 2022 war im weltweiten Durchschnitt deutlich kühler ausgefallen als noch im Vorjahr. 2021 wurde eine durchschnittliche Abweichung von 0,78°C ermittelt. 2022 waren es 0,89°C. Obwohl dies einer Zunahme von rund einem zehntel Grad Celsius entsprach, blieb es kühler als in den Jahren zuvor, als es zeitweise 0,2 bis 0,4°C wärmer war.


Gegenüber dem Dezember 2021 nahm die Abweichung demnach um 0,05°C zu. Auch in den beiden Hemisphären ist jeweils der gleiche Anstieg zu verzeichnen gewesen, nur jedoch auf einem anderen Niveau. In der Südhemisphäre ist es derzeit 0,65°C zu warm, im Norden 1,13°C.


Auch was die Kontinente und Ozeane angeht, gibt es einen großen Unterschied. Die Landfläche wies im Januar eine positive Abweichung von 1,49°C auf, die Meere hingegen waren nur 0,67°C zu warm und der Anstieg fiel dort geringer aus.


Die südlichen Meere wurden ein wenig wärmer und sind nun 0,57°C zu warm. Im Norden gab es kaum eine Verstärkung der klimatischen Abweichung. Dort ist es derzeit 0,8°C zu warm. Die Kontinente steigerten in der südlichen Hemisphäre ihr Plus um 0,07°C auf nun 1,08°C, die nördlichen Landfläche um 0,13°C auf nun 1,65°C.


Trotz einer Zunahme der klimatischen Abweichungen ist es derzeit kühler als in den letzten vier bis fünf Jahren. Grund ist derzeit die La Niña, die im östlichen Pazifik weiterhin vorherrscht. Dies wird sich auch in den nächsten Monaten auf die gleiche Weise fortsetzen. Mitte 2022 könnten die Werte des pazifischen Klimaphänomens wieder in den neutralen Bereich gelangen und damit die Entwicklung der weltweiten Temperatur nicht mehr so stark beeinflussen.


Redaktion meteo.plus