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Erwärmung geht leicht zurück

[13.06.2020]

Die Daten der Messstationen zeigen, dass sich das klimatische Plus im Mai etwas verringert hat. Die Veränderungen weisen weltweit den gleichen Trend auf, mancherorts jedoch stärker.


Die Messungen der Satelliten hatten es schon gezeigt, nun bestätigten auch die Messwerte der weltweiten Wetterstationen die Situation: Das klimatische Plus ist im Mai etwas zurückgegangen. In einigen Regionen gibt es sogar stärkere Veränderungen. Der Trend weist jedoch überall abwärts.


Weltweit ist es derzeit nur noch 0,95°C zu warm. Das bedeutet eine Reduzierung um ein zehntel Grad gegenüber dem Vormonat April. In der Nordhemisphäre beträgt das Plus noch 1,19°C, was einem Rückgang um 0,09°C entspricht. Im Süden gab es eine Abschwächung um 0,12°C. Insgesamt ist die Südhemisphäre damit noch 0,72°C zu warm.


Die Trends der Kontinente und Ozeane weisen zwar jeweils abwärts, doch fällt er über Land deutlich stärker aus. So sind die Landflächen im Mai nur noch 1,39°C zu warm. Rund 0,26°C weniger als im Vormonat. Die Ozeane erreichen noch ein klimatisches Plus von 0,79°C, 0,04°C weniger als im April.


Die Kontinente der Nordhemisphäre weisen derzeit mit 1,6°C ein doppelt so großes Plus auf wie die Länder im Süden. Dies liegt vor allem daran, dass der Rückgang im Norden gerade mal 0,17°C betrug, im Süden hingegen 0,48°C.


Das klimatische Plus in den weltweiten Ozeanen ist gleichmäßig um 0,03 bis 0,04°C zurückgegangen. Die Temperatur der nördlichen Meere liegt jedoch 0,94°C über den Normalwerten, im Süden noch 0,69°C.


Wie wir schon zu den Messungen der Satelliten berichteten, hat vor allem das Abschwächen des El Niños dazu beigetragen, dass der Anstieg der weltweiten Temperatur im Mai unterbrochen wurde. Sollte sich nun eine La Niña ausbilden, würde sich dieser Trend auch in den nächsten Monaten fortsetzten.


Redaktion meteo.plus