Der ENSO-Index im östlichen Pazifik behält seinen Trend bei. Doch welche Situation ist zum kommenden Jahreswechsel zu erwarten?
Der letzte El Niño ist schon etwas her. Zuletzt trat er zur Jahreswende 2023/2024 auf. Damit kehrte aber dann auch Ruhe ein. Der Index fiel erst nur langsam, zur Jahreswende 2024/2025 dann etwas schneller und tiefer in den negativen Bereich. Doch im Januar wurde bei ca. -0,75 der niedrigste Wert erreicht. Diese bedeutete nur eine kleine und kurze La Niña-Erscheinung, die viel schwächer als eine richtige La Niña ausfiel.
Im Februar stiegen die Werte wieder an. Im März wurde sogar ein neutraler Wert erreicht. Seit April bewegt sich der ENSO-Index aber nur schwach im negativen Bereich. Auch im Juni und Juli änderte sich daran nichts.
Die Vorhersagen sind in einer solchen Situation schwierig, da es keine signifikante Ausprägung in irgendeine Richtung gibt und auch in den letzten Monate nicht gab. Tatsache ist jedoch, dass sich der Index seit 12 Monaten im negativen Bereich befindet. Da das Jahr schon sehr fortgeschritten ist, schließt sich ein El Niño zum kommenden Jahreswechsel aus. Es könnten höchstens ein paar schwach positive Monate auftreten, die aber genauso wie die vergangenen 12 Monate keinen großen Einfluss auf das weltweite Wettergeschehen haben würden.
Schon eher möglich ist eine La Niña, die sich in den nächsten Monaten ausprägen könnte. Doch auch diese würde sehr wahrscheinlich nicht sehr stark ausfallen und keinen Einfluss entfalten. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die nächsten Monate entwickeln und ob sich wenigstens ansatzweise ein Schwenk in irgendeine Richtung ankündigt, der auch für die nachfolgenden Monate eine Aussage zulässt.